|
|
#1 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 24.03.2009
Ort: P.E.I.
Beiträge: 3.470
|
Ihr habt Zeit bis Sonntag, 20.12.09 um 20 Uhr Eure 2 Stimmen abzugeben. Bitte denkt daran, dass beide Stimmen gleichzeitig abgegeben werden müssen. Es dürfen alle registrierten User abstimmen, auch wenn Sie nicht nominiert haben oder nominiert worden sind. Dazu rufen wir auch noch mal ganz herzlich auf. Für das eigene Gedicht darf nicht gestimmt werden. Nun denn, viel Spaß beim Abstimmen LG Mandala Hier sind noch mal alle Gedichte im Überblick: ENTZAUBERUNG (Renate Tank) Zum Feindbild erhoben, den Anderen mehr geglaubt. Die Nebel am Beginn noch zerstoben. Doch dann haben sich Träume einen Mantel aus Raureif erlaubt. Kühl wurde, was einst heiß entflammte. Der erste klirrende Laut! Die ersten frostgeborenen Worte. Erschrockenes Herz, in Umklammerung einer zwingenden Eiseshaut. Was uns aneinander entzückte, beglückte, was uns so vertraut, brach an diesem Ruck entzwei. Standen fassungslos dabei! Das hat die Tiefe unserer Seele, das hat unser Auge schmerzhaft gefühlt und geschaut: als die Liebe in Strömen wortlos weggetaut. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Erinnerung (Hanna) Sie liegt alleine in der Kiste, Erinnerung so gut verstaut. Ihr Anblick ist der Hauch von Gestern, so weit entfernt und doch vertraut. Ein blonder Schopf und blaue Augen, die schauen mich eindringlich an, der Mund kirschrot, er lächelt freundlich, so hat er`s früher schon getan. Die Zeit steht still, ich bin verzaubert, du mein geliebtes Puppenkind, ganz unzertrennlich viele Jahre, die wir zu zweit gegangen sind. Doch irgendwann war es vorüber, du warst mir nur noch eine Last, ich legte dich in diese Kiste, weiß noch, dass du gelächelt hast. Zupft jemand zart an meiner Schürze, holt mich ganz sanft ins Jetzt zurück, da steht mein Töchterchen und wartet, völlig verzückt scheint mir ihr Blick. Behutsam geb ich ihr die Puppe, die beiden schaun sich innig an der Mund kirschrot, er lächelt freundlich, so hat er`s früher schon getan. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- AUSBLUTEN Ich höre dein Schweigen laut und klar. Es spuckt Antworten aus: Gewaltige Unzerstörbare Endgültige Herzblut tropft warm auf kalten Boden. Renate Tank 08.11.2009 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Der Baum Stark und unbesiegbar im Feld, ein Baum Seine unbezwingbaren Äste gen Himmel gestreckt -in betender Position- küssen grüne Blätter das endlose Blau Stark und unbesiegbar -ein trügerisches Bild- Vielleicht ist nur sein Stamm breit genug den Holzfäller zu verdecken der hinter ihm seine Arbeit beginnt... (7.11.2009) © Seelenstimme ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Nacht (Kakadu) Als meine stummen Schreie im Nichts verhallten und mir das Blut in den Adern gefror , da umhüllte mich der barmherzige Schleier der Nacht --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- DER MÜDE GREIS (Sonett) Es ist ja immer nur ein müdes Bleiben, das mich erfasst am Tag und in der Nacht. Erinnerung nur hält bei mir noch Wacht. Die Seele möcht schon aus der Knospe treiben. Die Augen tragen einen trüben Schleier, durch die der Geist nun nicht mehr dringen kann. Das liebe Leben läuft aus dem Gespann. Einsame Tränen füllen meinen Weiher. Was gab das Leben? - Das ist eine Frage. War angefüllt mit Dunkel und mit Hell. Und Liebeskränze waren viel gewunden. So ziehen alle die verbliebnen Tage. Mit bleichem Antlitz lockt schon der Gesell. Will froh mein hoffend Sehnen ihm bekunden. Renate Tank 19.11.2009 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Gollum in Menschengestalt (Ralf) Neidzerfressen Gollum in Menschengestalt nach oben Kreide gefressen nach unten hin eiskalt sucht er die Chance jederzeit eklige Wanze zu allem bereit Menschenverachtend alle Skrupel verbannt auf seinen Vorteil nur achtend Der Denunziant! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Trolle (Sabine) Man weiß, dass sie im Netz für Unruh' sorgen sie schleichen sich ganz heimlich ein nach Innen häßlich wie ein Nebelmorgen nach Außen sieht man nur den hellen Schein Ein ehrlich Herz heißt sie Willkommen sie schleudern's kalt dir ins Gesicht welch Dreistigkeit, bin noch benommen wie bist du arm im Geist, du Wicht! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Dämmerung (Kurier) Wenn Berg und Tal, der Wald, die Flur entschwinden rasch den Blicken und folgend einer Weltenuhr sich auflösend entrücken Wenn Häuser sich zusammenziehen gleich einem Block sich zeigen will ich dem Zauber nicht entfliehen der Dämmerung ist zu eigen Im Übergang vom Tag zur Nacht die Härte des Realen verliert so langsam ihre Macht der festen, rauen Schalen So wird, was angenehm und schön behutsam weggenommen und alles, was wir hässlich sehn wird lieblich, da verschwommen Doch kurz ist diese Stimmung nur der Nacht die Dämmerung weicht wenn alles, was vermutet nur im Lampenlicht erbleicht © Dieter Lunow --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Tropfend (Aichi) Schwarz hängt an der Decke, im Traum warf ich es hinauf Doch zur Morgenstund befüllen dicke, schwere Tropfen wie der leere Eimer --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Abendgedanken (Raina) Ein schöner Tag sich sinnend neigt, die Nacht ihn in die Arme nimmt, Durchs Herz beim sanften Abendschein das Lied der Träume klingt. Ich träume unterm Sternenzelt so manchen süßen Traum, mein Engel seine Hand mir reicht, hindurch durch Zeit und Raum. Des Tages Ängste werden klein, ganz fern sind Sorg und Müh, und wenn mein Schöpfer es so will, erwach ich Morgen früh. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Unser (Leddes) Es ist die Welt die vor dir liegt du Kindelein des Herzens Es war die Liebe, die gesiegt aus Lieb bist du entstanden Oh Liebling unser beider Glück
du kannst so fröhlich lachen Von nun an gibt es kein zurück sorgsam werden wir über dich wachen Geändert von Amanda (Freitag, 18. Dezember 2009 um 07:01 Uhr) |
|
|
|
|
|
|
|
#2 |
|
Super-Moderator
Registriert seit: 24.03.2009
Ort: P.E.I.
Beiträge: 3.470
|
Letzte Gelegenheit zum Abstimmen bis heute abend um 21 Uhr!!!!
Bitte macht mit! |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|
| Stichworte |
| - |