Gequält gestrebt dem Ziel entgegen,
Ideale verkauft und Gefühle verraten,
sich immer wieder aufs Glatteis begeben,
vom Teufel des Machtstrebens nur beraten.
Durch unmenschliche Hatz vorangetrieben,
in jedem Andern den Konkurrent nur geseh'n,
gefühllos für die, die auf der Strecke blieben,
gedacht, der Wettkampf sei nur so zu besteh'n.
Geglaubt, das Ziel sei schon zu fassen,
die Macht, den Ruhm schon fest im Blick,
im Auge nur die sich füllenden Kassen,
gewußt, der Weg kennt kein Zurück.
Nur einen Moment zu spät gewesen,
gespürt, am falschen Ort zu sein,
den Preis nicht nur im Spiegel gelesen,
gefallen, vergessen, krank und allein.
Ralf Theinert 1995
Bild von: © S. Hofschlaeger/PIXELIO
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