Schenk mir ein Lächeln,
du wirst sehn,
wie jede Mauer fällt,
siehst von mir lautlos den Nebel verwehn,
der grad mein Gesicht noch entstellt.
Entstellt, so wie all die anderen Masken,
die bei uns und um uns und neben uns stehn,
die versteinert den eigenen Pfad nur noch hasten
und sich eilen uns aus dem Wege zu gehn.
Hinter harten Fassaden mit Zügen aus Stahl,
die wirken wie Schluchten, die unüberwindbar,
stürzen sie sich in verzichtbare Qual
im Glauben, daß Fluchten heraus unauffindbar.
Und in uns da wächst eine hilflose Wut,
die uns den Blick auf die Lösung verstellt,
die in uns verschließt jenen wichtigen Mut,
für den einfachen Schritt, der unsre Mienen erhellt.
Schenk uns ein Lächeln, du wirst sehn,
wie unsre Mauer fällt,
siehst von uns jenen Nebel verwehn,
der unsre Gesichter entstellt!
Ralf Theinert 1996
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